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Die Afrika-Connection (Tagesspiegel)

Freitag, 27. Februar 2009 um 14:29 Uhr

Afrika kam bei der diesjährigen Berlinale zu kurz. Doch immerhin haben drei Jurymitglieder ein enges Verhältnis zu dem Kontinent.

Die diesjährige Berlinale fand praktisch unter Ausschluss des Kontinents Afrika statt, abgesehen von – immerhin – zwei Koproduktionen und einem Programm mit sĂĽdafrikanischen Dokumentarfilmen im wackeren Forum. Ganz entgegen dieser Tendenz stand die Besetzung der internationalen Jury; gleich drei ihrer Mitglieder haben starke BezĂĽge zu Afrika. FĂĽr die ist es zwar ein Graus, wenn man von Afrika spricht anstatt von einem der ĂĽber 50 Länder zwischen Algerien und SĂĽdafrika, Mauretanien und Ă„thiopien. Allein Nigeria, so der schwedische Schriftsteller und Afrika-Liebhaber Henning Mankell, könnte mit seiner Fläche ganz Europa bedecken: „Wir mĂĽssen also ĂĽber viele verschiedene Afrikas sprechen. Aber natĂĽrlich sind da auch Gemeinsamkeiten. So gibt es, weil die Bantu sich in den letzten sechs Jahrhunderten so weit verbreitet haben, gemeinsame Traditionen in ganz Afrika“, erklärte Mankell in einer Jury-Pause. Leicht erkältet, mit einem Berlinale-Schal um den Hals, machte der Bestseller-Autor den Eindruck, als ob er lieber heute als morgen dem kalten Berlin den RĂĽcken kehren wollte. mehr »

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