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	<title>FESTSPIELHAUS AFRIKA by Christoph Schlingensief</title>
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	<description>Christoph Schlingensief plant Entwicklungshilfeprojekt für die europäische Hochkultur: Die Kolonie Oper muß befreit werden!</description>
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		<title>Von Afrika Lernen! Helfen Sie mit!</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 07:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Celina</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Begrüssung]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Schlingensief]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<br /><img src="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/08/01_webclip_720x405_standbild.jpg" alt="media" /><br />

<p><strong>Operndorf Afrika, dieser Name steht für die schier unglaubliche Idee ein Operndorf in Afrika zu bauen.</strong></p>
<p>In der Nähe von Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, entsteht bereits seit Januar 2010 das Operndorf mit Schulen, Film- und Musikklassen, Proberäumen, einem Gästehaus, einer Theaterbühne und einem Festsaal, Café, Restaurant, Büros, Werkstätten, Siedlungen, Fußballplatz, Agrarflächen und einer Krankenstation. Nicht in Europa am Reißbrett, nicht nach Maßgabe der Geldgeber, sondern vor Ort und nach eigenem Ermessen der dort lebenden Menschen, wird es experimentell entwickelt und wie ein Schneckenhaus von innen nach außen ausgebaut.</p>
<p>Wir haben jetzt die Möglichkeit einen Prozess in Gang zu setzen, von dem wir nicht wissen, wie er sich fortsetzt. Und das ist das Schöne daran! Hier erfahren Sie mehr über die Idee und die Initiatoren des Projekts, den Stand der Entwicklung, die Menschen und das Leben in Burkina Faso und wie Sie dabei helfen können, die Idee des Operndorf Afrika noch schneller Wirklichkeit werden zu lassen und aktiv zu helfen, ohne nur ein einziges Wörtchen mitreden zu dürfen. Aber gucken darf jeder, es gibt schon jetzt viel zu sehen!</p>
<p><a class="lightbox" title="Home_contentteiler_text_unterschrift_de" href="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/08/Home_contentteiler_text_unterschrift_de.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1380" title="Home_contentteiler_text_unterschrift_de" src="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/08/Home_contentteiler_text_unterschrift_de.png" alt="" width="261" height="68" /></a></p>
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		<title>Ein Operndorf in Afrika (ZDF Info)</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 00:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Celina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Operndorf in Afrika &#8211; Christoph Schlingensief in Burkina  Faso. Ein Film von Felicitas Twickel
Eine Oper in Afrika? Die elitärste Kulturform in den ärmsten  Kontinent der Welt exportieren? Der Theaterregisseur Christoph  Schlingensief baut zusammen mit dem afrikanischen Architekten Francis  Kéré in Burkina Faso ein Operndorf. Prominente Freunde wie Henning  Mankell, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Operndorf in Afrika &#8211; Christoph Schlingensief in Burkina  Faso. Ein Film von Felicitas Twickel</strong></p>
<p>Eine Oper in Afrika? Die elitärste Kulturform in den ärmsten  Kontinent der Welt exportieren? Der Theaterregisseur Christoph  Schlingensief baut zusammen mit dem afrikanischen Architekten Francis  Kéré in Burkina Faso ein Operndorf. Prominente Freunde wie Henning  Mankell, Roland Emmerich oder Herbert Grönemeyer unterstützen seine  verrückt klingende Idee.</p>
<br /><img src="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/06/2010-06-19_zdf_info_operndorf_720x402px.jpg" alt="media" /><br />

<p><em>Quelle: ZDF Info vom 19.6.2010</em></p>
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		<title>Der Afrikanische Blick (3)</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 00:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Celina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Kulturzeit begleitet der junge Journalist Lionel Some   Schlingensiefs  Produktion VIA INTOLLERANZA II. Dritter Teil aus der   Reihe “Der  Afrikanische Blick” (Beitrag aus 3Sat Kulturzeit vom 20.5.2010)

Eine der letzten Proben in Brüssel. Die Anspannung steigt &#8211; die  Künstler verlieren die Geduld. Issouf kann sich kaum noch  zusammenreißen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für Kulturzeit begleitet der junge Journalist Lionel Some   Schlingensiefs  Produktion VIA INTOLLERANZA II. Dritter Teil aus der   Reihe “Der  Afrikanische Blick” (Beitrag aus 3Sat Kulturzeit vom 20.5.2010)</strong></p>
<p><strong><br /><img src="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/06/2010-05-20_kulturzeit_720x420.jpg" alt="media" /><br />
</strong></p>
<p>Eine der letzten Proben in Brüssel. Die Anspannung steigt &#8211; die  Künstler verlieren die Geduld. Issouf kann sich kaum noch  zusammenreißen. Die Szenen werden immer und immer wiederholt. Auch  Sängerin Kandy Guira ist aufgeregt: “Mir dreht sich der Magen gerade um.  Es fühlt sich an, als ob ich etwas Falsches gegessen hätte”, sagt sie.  “Ich glaube, wir habe eine gute Möglichkeit gefunden, die Weltbilder,  die wir alle vom afrikanischen Kontinent und von Europa haben, einfach  auf den Rücken zu legen“, sagt Christoph Schlingensief.<span id="more-1375"></span></p>
<p><strong>Bauchschmerzen und Lampenfieber</strong></p>
<p>Die Stunde der Wahrheit ist gekommen. Hinter den Kulissen sind die  Künstler gereizt. Die Stimmung ist hochexplosiv. “Ich habe  Lampenfieber”, sagt Isabelle Tassembedo. “Da ich noch nie öffentlich  aufgetreten bin, bin ich gerade ziemlich aufgeregt. Ich hoffe, dass  alles gut gehen wird. Ich habe gerade noch zur Muttergottes gebetet und  eine Mutter lässt ihre Kinder niemals fallen.” “Heute Morgen bin ich  aufgewacht und hatte Bauchschmerzen”, sagt Regisseur Schlingensief,  “weil ich merke, dass die Probenzeit für meinen Körper etwas zu  anstrengend war. Das heißt, ich bin vor vier Wochen noch vom Arzt  angehalten worden, alle drei Stunden eine Stunde zu schlafen oder mich  hinzulegen. Hier haben wir zehn Stunden gearbeitet.”</p>
<p>Bei der Premiere sehen die Künstler auch die Juroren des Castings in  Burkina Faso wieder. “Wenn wir von Kunst sprechen, meinen wir Afrika”,  sagt Sänger Issouf Kienou. “Wenn wir von Kultur sprechen, meinen wir  Afrika. Dass Gott uns alle beschütze und dass uns die Aufführung den  Erfolg bringt, den wir uns wünschen.” Und dann geht es los. “Es ist  keine gefühlsduselige Geschichte vom afrikanischen Kontinent”, so  Christoph Schlingensief. “Nein, keine sentimentale Geschichte. Es ist  Hardcore.” Auf der Bühne stehen nicht nur die acht Künstler aus Burkina  Faso, sondern neben dem Regisseur noch sieben weitere europäische  Schauspieler und Musiker. Nach der Vorstellung sind alle erleichtert.</p>
<p><strong>Jenseits bekannter Klischees</strong></p>
<p>“Am Ende ist alles gut”, resümiert Schlingensief. “Sehr, sehr stark.  Super, super, super. Keiner hat einen Aussetzer gehabt.” Nicht nur die  afrikanischen Künstler sind begeistert, auch das Publikum. Die Zuschauer  sind begeistert, Afrikaner und Europäer gemeinsam auf der Bühne zu  erleben &#8211; jenseits aller bekannten Klischees. Das Team erhält  Glückwünsche von allen Seiten. Die Vorfreude auf die nächste Station im  Hamburger Kampnagel an Pfingstsonntag ist groß.</p>
<p><em>Quelle: Lionel Some für Kulturzeit, 3sat Kulturzeit vom  20.5.2010</em></p>
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		<title>Der Afrikanische Blick (2)</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 23:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Celina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Kulturzeit begleitet der junge Journalist Lionel Some  Schlingensiefs  Produktion VIA INTOLLERANZA II. Zweiter Teil aus der  Reihe “Der  Afrikanische Blick” (Beitrag aus 3Sat Kulturzeit vom  18.5.2010)

Die Schauspieler für Christoph Schlingensiefs “Via Intolleranza II”  sind auf dem Weg von Burkina Faso nach Berlin. Die Aschewolke verzögert  die Reise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für Kulturzeit begleitet der junge Journalist Lionel Some  Schlingensiefs  Produktion VIA INTOLLERANZA II. Zweiter Teil aus der  Reihe “Der  Afrikanische Blick” (Beitrag aus 3Sat Kulturzeit vom  18.5.2010)</strong></p>
<p><strong><br /><img src="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/06/2010-05-18_kulturzeit_720x420.jpg" alt="media" /><br />
</strong></p>
<p>Die Schauspieler für Christoph Schlingensiefs “Via Intolleranza II”  sind auf dem Weg von Burkina Faso nach Berlin. Die Aschewolke verzögert  die Reise und die Proben erheblich. Alle werden immer nervöser.<span id="more-1373"></span></p>
<p>Banges Warten am Flughafen in Ouagadougou: Am Ende werden unsere  Gebete erhört. Wir fliegen nach Europa, acht Stunden bis Paris. Während  des Fluges herrscht gespannte Erwartung, aber auch grenzenlose  Müdigkeit. Die Reise wird zur Odyssee. Wegen der Aschewolke geht es mit  dem Bus weiter. Die Situation setzt kreative Energien frei, Issouf  komponiert ein Lied. Nach 15 Stunden Busfahrt kommen wir endlich in  Berlin an. Kurze Zeit später treffen wir zum ersten Mal Christoph  Schlingensief. Er und sein Team warten schon ganz ungeduldig, denn die  Zeit läuft. “Schon die Ankunft hat unsere Herzen erwärmt”, sagt Isabelle  Tassembedo. “Wir haben bekannte Gesichter wieder gesehen, andere, die  wir nicht kannten.”</p>
<p>Isabelle Tassembedo ist unsere “Mama”, der Bezugspunkt des gesamten  Ensembles. Sie lebt in Ouagadougou. “Ich arbeite bei der Rentenkasse”,  sagt sie, “und kümmere mich um die Pensionen. Wenn jemand mutig ist,  dann gibt das auch anderen Mut.” In Berlin kocht Mama Isa für ihre  Großfamilie. Es gibt “Tô Sauce Gombo”, das burkinische Nationalgericht.</p>
<p>Nicolas Tounga ist Musiker und Sänger. “Seit ich fünf bin, habe ich  in der Kirche von Brazzaville im Congo gesungen”, sagt er. “Wegen der  Musik bin ich nach Burkina gekommen. Christoph verlangt sehr viel. Aber  das ist gut.” El Primo ist Rapper und Radiomoderator. “Ich will mit  diesem Projekt weiter kommen”, sagt er. “Ich möchte, dass es die ganze  Welt erobert, ohne dass man die Menschen zu sehr überzeugen muss. Dass  sie es einfach merken, dass es etwas mit ihrem Leben zu tun hat.” Das  Leben in Berlin scheint uns hart. Das kann man an den Gesichtern der  Menschen ablesen. In der U-Bahn bitten uns Bettler sogar um Geld.</p>
<p>Immer wieder gibt es improvisierte Proben zuhause. Wir nehmen unsere  Sache sehr ernst. Die Zeit ist knapp, denn durch die Aschewolke gingen  uns drei wertvolle Probentage in Berlin verloren. Aber nicht nur wir  Burkinabe, auch Schlingensief und seine Truppe sind wahnsinnig nervös.  Die Anspannung während der Proben ist enorm, vor allem bei Christoph. Es  sind nur noch wenige Tage bis zur Premiere in Brüssel.</p>
<p><em>Quelle: Lionel Some für Kulturzeit, 3sat Kulturzeit vom  18.5.2010</em></p>
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		<title>Der Afrikanische Blick (1)</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 23:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Celina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Kulturzeit begleitet der junge Journalist Lionel Some Schlingensiefs  Produktion VIA INTOLLERANZA II. Erster Teil aus der Reihe “Der  Afrikanische Blick” (Beitrag aus 3Sat Kulturzeit vom 11.5.2010)
Der Regissuer Christoph Schlingensief hat im Rahmen seines  Operndorf-Projekts in Burkina Faso eine Gruppe junger Künstler gecastet,  mit denen er das Stück “Via Intolleranza II” [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für Kulturzeit begleitet der junge Journalist Lionel Some Schlingensiefs  Produktion VIA INTOLLERANZA II. Erster Teil aus der Reihe “Der  Afrikanische Blick” (Beitrag aus 3Sat Kulturzeit vom 11.5.2010)</strong></p>
<br /><img src="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/06/2010-05-11_kulturzeit_720x420.jpg" alt="media" /><br />

<p>Der Regissuer Christoph Schlingensief hat im Rahmen seines  Operndorf-Projekts in Burkina Faso eine Gruppe junger Künstler gecastet,  mit denen er das Stück “Via Intolleranza II” in Brüssel, Hamburg und  München auf die Bühne bringen will. Die Künstler reisen gemeinsam nach  Deutschland, leben und arbeiten hier für die Dauer der Produktion  zusammen. Für Kulturzeit begleitet der junge Journalist Lionel Some die  Truppe.<span id="more-1368"></span></p>
<p>In Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, befindet sich die  Tanzschule von Irène Tassembedo. 150 Künstler sind zum Casting für  Christoph Schlingensiefs Theaterproduktion “Via Intolleranza II”  gekommen. Nur acht von ihnen werden ausgewählt. Die Premiere findet  schon in wenigen Wochen in Brüssel statt. Jeder hier will ein Ticket  nach Europa.</p>
<p>Die Sängerin Kandy Guira hat es geschafft. “Ich war zufällig im  französischen Kulturzentrum und ein Künstler dort wollte zum Casting”,  sagt sie. “Er sagte zu mir: ‘Komm doch auch mit.’” Kandy tritt  regelmäßig in einer bekannten Bar auf, singt für Einheimische und für  die die wenigen Touristen in Ouagadougou. Auch der Forscher und Musiker  Jean Marie Gomzoubou Boncoungou, dessen Künstlername Chercheur ist, darf  mit nach Europa. “Durch das Engagement mit Schlingensief werde ich viel  Geld verdienen”, sagt er. “So werde ich hier ein besseres Leben führen  können. Wenn ich aus Deutschland zurück komme, werde ich auch mehr  respektiert werden. Der Vertrag ist ein Glücksfall für mich. Ich hatte  bisher noch nie so viel Geld.”</p>
<p>Issouf Kienou hat keine Geldsorgen. Der Sänger kann von seinen Gagen  gut leben. “Mich interessiert an diesem Projekt nicht das Geld”, sagt  er. “Für mich zählt der kulturelle Austausch, die künstlerische  Erfahrung, die ich mit diesen deutschen Weißen sammeln werde.” Mit nur  einem Auftritt verdient er in seiner Heimat zwei Millionen CFA Franc,  das sind umgerechnet 3000 Euro. Davon können die meisten Künstler hier  nur träumen.</p>
<p><strong>Viel Talent, wenig Bühnenerfahrung </strong></p>
<p>Der Tänzer Ahmed ist 27 Jahre alt. In Europa hätte er womöglich  beruflich bessere Chancen. Aber er lebt in Burkina Faso, seine Familie  und Freunde sind ihm wichtiger. “Ich habe zeitgenössischen Tanz in  Montpellier studiert”, so Ahmed. “Dadurch habe ich viel  Selbstbewusstsein gewonnen. Die anderen Bewerber haben mir keine Angst  gemacht. Im Gegenteil: Sie sind wie eine Droge für mich, haben mich  angetrieben, mich selbst zu verwirklichen.” Der Komiker Amado Komi ist  zwei Jahre älter, aber lange nicht so selbstbewusst wie Ahmed. Er hat  zwar viel Talent, aber kaum Bühnenerfahrung. “Als ich ankam, dachte ich,  das ist nicht mein Ding”, sagt Amado. “Ich fühlte mich fehl am Platz  und sehr klein. Ich dachte mir nur: Zieh’ das Casting jetzt durch und  dann gehe wieder.” Eine Fehleinschätzung, denn auch der kleinwüchsige  Amado ist mit von der Partie.</p>
<p>Einige Tage vor dem Abflug nach Deutschland bekommen die acht  Gewinner des Castings ihr Flugticket und ihr Visum. Es ist nicht leicht  für Burkiner, eine Einreisegenehmigung nach Europa zu bekommen. Für die  meisten ist es unmöglich. “Alle, die hier mitmachen, sind große  Künstler”, sagt der Tänzer Ahmed Soura. “Ich habe nur eine vage  Vorstellung von dem, was uns erwartet. Aber es ist eine großartige  Truppe für die Produktion.” Zwei Tage später soll es dann endlich  losgehent. Alle sind gekommen, doch am Flughafen in Ouagadougou darf  kein Flugzeug starten. In Europa sind alle Flughäfen gesperrt &#8211; wegen  des Vulkanausbruchs auf Island. Warten ist angesagt. Noch weiß niemand,  wann das Abenteuer Europa endlich losgeht.</p>
<p><em>Quelle: Lionel Some für Kulturzeit, 3sat Kulturzeit vom  11.5.2010</em></p>
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		<title>Heilender Zauber aus Afrika (Stuttgarter Zeitung)</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 16:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Celina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Operndorf Christoph Schlingensief hat eine Vision. Und am Montag nimmt sie auch Gestalt an: in Burkina Faso. Von Roland Müller 
Menschen, die gegen alle Widerstände ihren Lebenstraum verwirklichen,  haben schon immer Bewunderung verdient. Vor ihrer Kraft und  Leidenschaft, ihrer Ausdauer und Zähigkeit ziehen wir den Hut. Und wir  ziehen ihn auch vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Operndorf Christoph Schlingensief hat eine Vision. Und am Montag nimmt sie auch Gestalt an: in Burkina Faso. Von Roland Müller </strong></p>
<p>Menschen, die gegen alle Widerstände ihren Lebenstraum verwirklichen,  haben schon immer Bewunderung verdient. Vor ihrer Kraft und  Leidenschaft, ihrer Ausdauer und Zähigkeit ziehen wir den Hut. Und wir  ziehen ihn auch vor Christoph Schlingensief, der seiner Krankheit ein  Projekt abgerungen hat, das viele Beobachter zunächst für reine Narretei  hielten. Das ist es aber nie gewesen. Sein kühnes und, wie man heute  weiß, eben keineswegs närrisches Gedankenprojekt nimmt handfeste Formen  an: Am kommenden Montag legt der Aktionskünstler im westafrikanischen  Burkina Faso den Grundstein für das Operndorf, dessen Realisierung er  seit längerem unerbittlich verfolgt. &#8220;Ich bin total glücklich und freue  mich wahnsinnig, dass es endlich losgeht&#8221;, sagt Schlingensief.<span id="more-1361"></span>Das  klingt, als werde mit dem Operndorf tatsächlich ein Lebenstraum des  Künstlers wahr. Das klingt aber auch so, als fielen ihm doch Steine vom  Herzen, Steine der Erleichterung, dass er diesen verwegenen Traum gegen  alle Widerstände eben doch durchsetzen konnte. Schlingensief musste ja  nicht nur seinen Lungenkrebs niederkämpfen, sondern auch die Skepsis,  auf die sein Plan anfänglich stieß: Ein Operndorf in Afrika? Was sollte  das? Wollte da ein Wirrkopf einen Kulturtempel in den Busch stellen? Und  war dieser Wirrkopf nichts anderes als ein moderner Fitzcarraldo? An  Vorbehalten gegenüber dem Unternehmen, dem Schwarzen Kontinent eine Oper  zu schenken, fehlte es jedenfalls nicht, auch nicht bei Francis Kéré:  Als der in Berlin lebende, aber aus Burkina Faso stammende Architekt von  dem Projekt hörte, hielt er es für einen Scherz. Dann lernte er den  Charismatiker Schlingensief kennen. Und heute ist er sein Baumeister in  Laongo, wo das Operndorf aus der roten Erde der Savanne wachsen soll.</p>
<p>Das  Dorf, eine Autostunde von der Hauptstadt Ouagadougou entfernt, soll wie  ein traditioneller afrikanischer Kraal aussehen. Kéré plant eine  kreisförmige Siedlung, in deren Mitte das fünfhundert Zuschauer fassende  Festspielhaus steht. Rund um den Zentralbau gruppieren sich  spiralförmig die weiteren Gebäude: eine Schule fürs Lesen, Schreiben und  Rechnen, aber auch (in Spezialklassen) fürs Musik- und Filmemachen,  zudem eine Krankenstation und ein Restaurant, einige Künstlerwerkstätten  und viele Wohnungen. Dass alles mit traditionellen Baumaterialien  hochgezogen wird, dafür sorgt der Baumeister, der schließlich kein  Unbekannter in der Szene ist. Für eine ökologisch korrekte, den Natur-  und Lebensverhältnissen angepasste Dorfschule in seinem Heimatort Gando  hat Francis Kéré den Aga-Khan-Preis erhalten, einen der wichtigsten  Architekturpreise der Welt.</p>
<p>Schlingensief selbst bezeichnet sein  Operndorf als &#8220;soziales Kunstprojekt&#8221;. Weil aber das Soziale (die  Schule, das Krankenhaus) und die Kunst (das Festspielhaus, die  Werkstätten) auch in Afrika nicht umsonst zu haben sind, war der  Dorfgründer im vergangenen Jahr damit beschäftigt, Geld für seinen  Opernkraal aufzutreiben. Das ist ihm gelungen, trotz seiner Krankheit,  die ihm zusetzte, trotz des Krebsgeschwürs, das sich wieder in den  Körper fraß, trotz der Chemotherapie, die ihn zunächst mehr schwächte  als stärkte. Unermüdlich warb der bald Fünfzigjährige um sein Projekt,  er saß in Talkshows und Theatern, ging auf Lesereise und gab  Anteilsscheine aus. Wer je das Glück hatte, ihn bei einem seiner  Auftritte zu erleben, spürte das visionäre Feuer, das in ihm brannte, so  glühend und lodernd, dass es bald auch seine Künstlerfreunde erfasste.  Zu den Unterstützern des Operndorfs zählen heute (neben dem  Goethe-Institut und der Bundeskulturstiftung) Herbert Grönemeyer, Roland  Emmerich und Henning Mankell.</p>
<p>Mehr als eine Million Euro hat  Schlingensief auf diese Weise für Burkina Faso gesammelt. Wenn er das  Geld jetzt in einem der ärmsten Länder der Welt investiert, könnte man  darin also auch eine Art Entwicklungshilfe sehen. Schlingensief aber mag  diesen Begriff nicht. Entwicklungshilfe: das hat für ihn etwas  Hoheitliches, etwas gnädig Gewährtes, ganz so, als würde der Gewährende  für seine Arbeit keine Gegenleistung erhalten. Aber er erhält ja etwas  zurück, beteuert Schlingensief, sein Engagement werde doch bestens  belohnt, nämlich mit dem Reichtum fremder Kulturen und der Kraft und  Spiritualität der Menschen, die diese Kulturen hervorgebracht haben.  &#8220;Von Afrika lernen&#8221; &#8211; das ist das Motto, das deshalb auch offiziell über  seinem Projekt steht.</p>
<p>Klar ist auch, was das Operndorf in Laongo  nicht sein wird. Er plane dort kein &#8220;abgehobenes Bayreuth&#8221;, sagt  Schlingensief, der schon im März vor Ort ein Opern- und Tanzprojekt  realisieren will. Aber Bayreuth und die Wagner-Festspiele, sie lasten  wie ein Fluch auf ihm, böse, hartnäckig, unabweisbar, seit er dort den  &#8220;Parsifal&#8221; herausgebracht hat. Die Inszenierung stand zwischen 2004 und  2007 auf dem Spielplan &#8211; und just in diesem Zeitraum ist der Regisseur  auch vom Dämon Krebs befallen worden. Das sagten ihm die Ärzte. Und sie  sagten es ihm, merkwürdig genug, auf den Tag genau zwei Jahre vor der  Grundsteinlegung am kommenden Montag in Laongo.</p>
<p>Schlingensief hat  die Szene, in der er vom Ursprung seiner Krankheit erfuhr, in seinem  Tagebuch festgehalten. &#8220;So schön wie hier kann&#8221;s im Himmel gar nicht  sein&#8221;heißt das berührend intime Dokument, worin er am 8. Februar 2008,  wenige Tage, nachdem ihm ein Lungenflügel entfernt worden ist, &#8220;eine  extrem gute Nachricht&#8221; vermeldet: Sein Krebs ist älter, als er dachte,  weshalb der zerstörerische Dämon, entgegen seinen ursprünglichen  Befürchtungen, nichts mit dem Tod seines Vater im Jahr zuvor zu tun  haben könne. Und dann zitiert Schlingensief seinen Arzt. &#8220;Ich habe&#8221;, so  Professor Kaiser, &#8220;voller Schrecken gelesen, dass Sie gesagt haben, nach  Bayreuth bekämen sie Krebs. Ich bin ja nicht abergläubisch, aber sagen  Sie so was nie wieder. Sagen sie so etwas nie wieder!&#8221;</p>
<p>Zwei Jahre  später nun wird Schlingensief in der Mittagshitze der Savanne auf einem  Acker stehen, um den Startschuss für sein Operndorf zu geben. Der  Kulturminister aus Burkina Faso wird ihm dabei ebenso zuschauen wie der  deutsche Botschafter, der dort seinen Dienst tut. Aber was sie und  andere wichtige Menschen dabei sehen, ist womöglich mehr als nur eine  Grundsteinlegung. Es ist vielleicht auch der Versuch, einen Zauber zu  beschwören: einen afrikanischen Gegenzauber zum germanisch  menschenfressenden Bayreuth. Dreizehn Theatercontainer mit Bühnenbauten  und Bühnenbildern, gestiftet von der Ruhrtriennale, treffen in diesen  Tagen in Burkina Faso ein. Der Gegenzauber kann seine heilende Arbeit  aufnehmen.</p>
<p><em>Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 05.02.2010</em></p>
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		<title>»Für mich ist das so ähnlich wie eine Landung auf dem Mond« (tip)</title>
		<link>http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/?p=1336</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 19:40:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Celina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Es klingt so wahnwitzig wie das Opernhaus-Projekt in Werner Herzogs „Fitzcarraldo“: Christoph Schlingensief will im afrikanischen Burkina Faso ein Festspielhaus bauen. Warum diese Idee sehr viel besser ist, als es den Anschein hat, und wieso bei der Verwirklichung vor allem Afrikaner zum Zuge kommen sollen, erklärt Diébédo Francis Kéré, Schlingensiefs Architekt, im tip-Gespräch 

tip Herr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/?p=1336"><img class="alignnone size-large wp-image-1338" title="tip-berlin-kere" src="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/01/tip-berlin-kere-495x667.jpg" alt="" width="495" height="667" /></a><br />
</em></p>
<p><strong>Es klingt so wahnwitzig wie das Opernhaus-Projekt in Werner Herzogs „Fitzcarraldo“: Christoph Schlingensief will im afrikanischen Burkina Faso ein Festspielhaus bauen. Warum diese Idee sehr viel besser ist, als es den Anschein hat, und wieso bei der Verwirklichung vor allem Afrikaner zum Zuge kommen sollen, erklärt Diébédo Francis Kéré, Schlingensiefs Architekt, im tip-Gespräch<span id="more-1336"></span></strong><strong> </strong></p>
<p><strong><br />
tip</strong> Herr Kéré, Sie bauen für den deutschen Regisseur Christoph Schlingensief im afrikanischen Burkina Faso ein Festspielhaus, manche sprechen sogar von einem Opernhaus. Wozu braucht Burkina Faso das?</p>
<p><strong> Diébédo Francis Kéré</strong> Das habe ich mich auch gefragt, als man dieses Projekt an mich herangetragen hat. Peter Anders, der Afrika-Koordinator des Goethe-Instituts, sprach mich 2008 in Johannesburg an, wo ich einen Vortrag gehalten habe. Er erzählte mir, dass Christoph Schlingensief für den Bau eines Opernhauses in Afrika noch einen Ort und einen Architekten sucht und ich mich später in Deutschland mal bei Schlingensief melden sollte. Ich habe daraufhin nur gelacht. Ich hielt das Ganze für einen Joke.</p>
<p><strong>tip</strong> Einer Fachöffentlichkeit sind Sie bekannt geworden, als Sie 2004 den angesehenen und mit 70.000 Euro dotierten Architekturpreis Aga Khan Award for Architecture gewonnen haben. Ihr Wettbewerbsbeitrag war eine von Ihnen für weniger als 50.000 Euro gebaute Schule in Ihrem burkinischen Heimatort Gando, die unter anderem gegen die Petronas Towers in Kuala Lumpur konkurrierte, einem 1,2-Milliarden-US-Dollar-Projekt. Was ist das Besondere an Ihrer Schule?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Ich habe die Schule 2001 gebaut. Damals war ich noch Student an der TU Berlin und hatte extra den Verein Schulbausteine für Gando e.V. gegründet, über den ich Spendengelder sammelte. Ich wollte diese Schule angepasst und nachhaltig bauen. In Burkina Faso gibt es viele billige Naturmaterialien wie Lehm, aber wenig Geld, deshalb wollte ich Lehm einsetzen. Ich wollte mit billigem Baumaterial ein modernes Gebäude schaffen, das zu den klimatischen Bedingungen in Burkina Faso passt. Klimatische Bedingungen bedeutet: Im Schatten herrschen 40 Grad Wärme. Wenn man dann in einem niedrigen Raum aus Beton sitzt, der mit Wellblech abgedeckt ist, dann wird dieser Raum heißer als 40 Grad. So unerträglich heiß, dass man darin nicht lernen kann. Klimatische Bedingungen bedeutet aber auch, dass man Regenzeiten hat, in denen Häuserwände etwa durch Schlagregen zerstört werden und man außerdem gegen aufkommende Feuchte aus der Erde angehen muss.</p>
<p><strong>tip</strong> Wie haben Sie diese Probleme gelöst?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Es ging um eine, wie man unter Architekten sagt, ,konstruktive Lösung‘. Das bedeutet: weit überstehende Dächer, die die Wände vor Regen schützen, und ein Fundament, das verhindert, dass Wasser hochkommt. Außerdem brauchte ich ein Ventilationssystem, das ohne Energieverbrauch funktioniert. In Gando gibt es keinen Strom – ganz abgesehen davon, dass Burkina Faso auch kein Geld für Energie hat. Das Dach der Schule wurde so gebaut, dass die aufsteigende heiße Luft entweichen kann und durch Öffnungen tiefer im Gebäude frische Luft angesaugt wird.</p>
<blockquote>
<p><em>»Wir können es uns eigentlich gar nicht leisten, teure Fachkräfte aus dem Ausland zu holen«<br />
(Diébédo Francis Kéré)<br />
</em></p></blockquote>
<p><strong>tip</strong> Wie werden in Burkina Faso normalerweise Häuser gebaut, vor allem repräsentative Häuser?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Repräsentative Gebäude, Großbauten, werden bei uns nach westlichen Vorbildern und von Chinesen gebaut. Die Chinesen diskutieren nicht lange und kommen auch immer gleich mit Entwicklungshilfe für die Regierung. Europäische Firmen halten sich inzwischen gerade bei Großbauten sehr zurück. Man befürchtet, mit solchen Gebäuden undemokratische Regierungen zu unterstützen. Deshalb können die Chinesen bei uns sehr viel machen. Wobei ich nicht als Kritiker der Chinesen gelten möchte. Schlecht ist nur, dass diese Gebäude nicht von unseren eigenen Leuten gebaut werden. Dabei können wir es uns eigentlich gar nicht leisten, teure Fachkräfte aus dem Ausland zu holen. Und wenn die Arbeit getan ist, wandern die Fachleute wieder ab und nehmen ihr Wissen mit. Die Afrikaner müssen mit eingebunden werden, damit sie ihren Kindern zeigen können, wie’s geht, auch wie man die Gebäude instand hält. Unsere Zukunft kommt nicht aus dem Ausland, nicht von der Regierung, sondern nur von der afrikanischen Bevölkerung. Deshalb baue ich mit Arbeitskräften aus dem Umfeld, die ich selbst ausgebildet habe. Das dauert zwar länger, ist aber die nachhaltigere Vorgehensweise.</p>
<p><strong>tip</strong> Könnte man mit Ihren Prinzipien, die Sie bei der Errichtung der Schule angewendet haben, auch Regierungsgebäude bauen?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Warum nicht? Man müsste dafür ebenfalls konstruktive Lösungen finden. Das wäre der richtige Weg für Afrika. Aber letztlich wird das wohl nicht so laufen, denn unsere Politiker möchten sich darstellen und glauben dabei, sie müssten wie der Westen sein. Es ist schwer, dieses Denken zurückzudrehen. Die, die es sich leisten können, bauen Häuser, die sich an europäischer Architektur orientieren: Häuser mit viel Glas &#8211; in einem Land, in dem es sehr heiß ist.</p>
<p><strong>tip</strong> In Europa gelten große Fensterfronten als ideale Möglichkeit, Häuser mithilfe von Sonneneinstrahlung kostenlos aufzuwärmen.</p>
<p><strong>Kéré</strong> So ist es. Solche Häuser werden in Burkina Faso übermäßig heiß, und man muss sie mit viel Energie abkühlen. Das ist nicht angepasst, das ist meine Kritik. Wir versuchen, das Gegenteil zu machen. Normalerweise kommt man mit solchen Ideen in Burkina Faso nicht durch. Ich hatte aber das Glück, dass meine Leute in Gando hinter mir gestanden haben.</p>
<p><strong>tip</strong> In Gando war man von Ihrem alternativen Architekturansatz gleich begeistert?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Überhaupt nicht. Als ich gesagt habe, wir bauen die Schule aus Lehm, da haben die Leute mit dem Kopf geschüttelt und gesagt: „Hast du vergessen, dass ein Lehmhaus keine Regenzeit übersteht?“ Ich war ja von deutschen Mitarbeitern begleitet, und die Leute in Gando dachten nur, wenn die erst mal weg sind, dann werden wir Francis schon zur Raison bringen. Letztlich konnte ich meine Leute aber doch überzeugen.</p>
<p><strong>tip</strong> Hält die Schule länger als eine Regenzeit?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Ja, viel länger. Länger als all diese Betonhäuser. Ich komme nicht als großer, fremder Helfer, als großer weißer Mann, der heilig ist. Wenn ich Fehler mache, dann kommen sofort Leute und beschweren sich. Wenn das Haus nach fünf Jahren einstürzen würde, dann wären davon meine Verwandten betroffen.</p>
<p><strong>tip</strong> Ihr Architekturbüro liegt in Kreuzberg, und so eine Auszeichnung wie der Aga Khan Award for Architecture ist eine Riesenwerbung: Sind Sie nach der Preisvergabe mit Aufträgen zugeschüttet worden?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Dieses Glück hatte ich nicht. Aber das hat mich nicht daran gehindert, meine Arbeit fortzuführen. Ich habe weiter gebaut, unter anderem eine Ärzteschule für 120 Schüler, die wir zwei Jahre später erweitern mussten. Allerdings haben wir lange gebraucht, einen Sponsor zu finden. Mittlerweile haben wir den, der gibt uns jedes Jahr über 25.000 Euro.</p>
<p><strong>tip</strong> Als wievielter Afrikaner haben Sie den Aga Khan Award gewonnen?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Es hat wohl mal einen Algerier gegeben, der den Preis auch gewonnen hat. Aus Schwarzafrika bin ich der Erste.</p>
<p><strong>tip</strong> Liegt der Mangel an Folgeaufträgen daran, dass Sie Afrikaner und schwarz sind?</p>
<p><strong>Kéré </strong>Nur Gott weiß diese Antwort. Aber manchmal istman schon verbittert, wenn man merkt, dass man, auch fachlich, nur als Exot gesehen wird. Das ist so ein Ding in dieser Gesellschaft, das schwer zu verstehen ist. Aber – es gibt auch Christoph Schlingensief.</p>
<p><strong>tip</strong> Wie sind Sie und Christoph Schlingensief doch noch zusammengekommen?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Etwa acht Wochen nach meinem Aufenthalt in Johannesburg hatte ich wieder Kontakt zu Peter Anders. Er warf mir vor, dass ich mich nicht bei Christoph gemeldet hatte. Daraufhin, Weihnachten 2008, habe ich ihn angerufen. Er erzählte mir, dass er im Krankenhaus sei, verzweifelt sei, dass er schwer krank sei, Krebs habe. Er hat erzählt und erzählt. Eigentlich traurige Sachen, aber mit einer unheimlichen Dynamik. Unglaublich! Nur zwischendurch hörte ich, wie er mal hustete. Bereits in diesem ersten Gespräch hatte er mich gewonnen. Er war so dynamisch und gleichzeitig so bodenständig, dass mir klar wurde, dass die Sache mit dem Festspielhaus keine Spinnerei war.</p>
<p><strong>tip</strong> Was hat Sie an der Idee mit dem Opernhaus/Festspielhaus schließlich überzeugt?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Burkina Faso gehört zwar zu den ärmsten Ländern der Erde, es ist aber auch ein stolzes Land mit stolzen Völkern. Was viele nicht wissen – Burkina Faso ist das Zentrum des afrikanischen Films und des afrikanischen Theaters. Christoph konnte mich überzeugen, dass ein Kunstprojekt, das dazu beiträgt, die kulturelle Identität einer Gruppe zu formen oder zu wecken, wichtig für die Entwicklung eines Landes ist. Und wenn ich dieses Haus nach meinen Methoden bauen kann, indem ich die Menschen vor Ort einbinde, lokale Materialien benutze und auf die Identität der Menschen vor Ort eingehe, dann ist dieses Projekt auch für ein so armes Land richtig.</p>
<p><strong>tip</strong> Kannten Sie zu dem Zeitpunkt die Arbeit von Christoph Schlingensief?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Ich wusste, dass es jemanden mit diesem Namen gibt, der die Gesellschaft durch seine Kunst auf Missstände aufmerksam macht. Aber selbst erlebt hatte ich seine Kunst bis dahin nicht. Ich hatte keine Zeit dafür, Kultur zu konsumieren. Ich wollte bauen, ich wollte mich für meine Leute in Afrika einsetzen. In Berlin hatte ich bis dahin wie ein Getriebener gelebt. 1985 kam ich mit einem Ausbildungsstipendium nach Deutschland, ich sollte Entwicklungshelfer für die Holzverarbeitung werden – für ein Land wie Burkina Faso, wo es gar kein Holz gibt! Das war mir aber egal, ich hatte einfach nur die Chance genutzt, der Armut zu entfliehen. Nach dieser Ausbildung habe ich mich an einem Abendgymnasium eingeschrieben. Dort habe ich bis zum Abitur vier Jahre lang abends von 18 bis 23 Uhr gelernt. Tagsüber habe ich gearbeitet, um meinen Aufenthalt in Deutschland zu finanzieren. Ich habe Zeitschriften ausgetragen, habe auch den tip ausgefahren und Kioske in Spandau beliefert. Nach der Schule habe ich mich in die Uni eingeschrieben und später an dem Schulprojekt in Gando gearbeitet. Es gab wirklich keine Zeit, um Christophs Kunst kennenzulernen.</p>
<p><strong>tip</strong> Am 5. Februar ist für das Festspielhaus erster Spatenstich. Wieviel von dem geplanten Gebäude stammt von Ihnen, wieviel von Christoph Schlingensief?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Christoph Schlingensief und ich sind mehrere Male zusammen gereist, auch nach Burkina Faso. Er hat dort meine Arbeiten gesehen. Während der vielen Gespräche unterwegs habe ich gut herausfinden können, was Christoph eigentlich genau möchte. Er nannte Begriffe wie „Soziale Plastik“ oder „Totales Theater“. Auch meine Vorgehensweise deckt sich mit seiner Idee. Christoph möchte, dass diese Festspielhaus-Idee eine starke soziale Komponente hat: Die Menschen können zu uns kommen, bei uns Theater spielen, aber auch lernen, wie man ein einfaches solides Haus baut. Wir könnten die so geschaffenen Prototypenhäuser als Umkleideräume für die Künstler oder als Gästehäuser für auswärtige Künstler nutzen. Es wird mehr ein Operndorf als ein Opernhaus. Christoph möchte, dass das Theater allmählich wachsen soll. Und als Architekt beginntman dann, diese Überlegungen auf ein Papier zu bringen. Ich habe schließlich ein schneckenförmiges Gebäude entworfen.</p>
<p><strong>tip</strong> Herr Schlingensief hat eine tückische Krankheit. Wie geht es mit dem Festspielhaus weiter, wenn er an der Krankheit stirbt?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Christoph ist in Topform! Die Metastasen haben sich komplett zurückgebildet. Er hat an Gewicht zugenommen, er sprüht vor Energie. Aber natürlich muss man bei so einem Projekt auch daran denken, was ist, wenn wichtige Personen nicht mehr dabei sind. Es kann ja auch sein, dass er irgendwann keinen Bock mehr auf diese Geschichte in Afrika hat. Deswegen gibt es die Festspielhaus GmbH, das ist eine gemeinnützige GmbH, die mit der Bundeskulturstiftung und dem Goethe-Institut zusammenarbeitet. Außerdem gibt es Verpflichtungen von Staat zu Staat, die Verträge werden gerade vorbereitet. Trotzdem ist Christoph natürlich sehr wichtig. Seine Kraft und sein Charme sind unersetzlich. Aber irgendwann wird das Festspielhaus ein Selbstläufer.</p>
<p><strong>tip</strong> Was interessiert Schlingensief an Afrika?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Christoph ist fasziniert davon, wie sehr Menschen in Afrika von Kultur begeistert sind. Wenn wir zum Beispiel unterwegs waren, und irgendwo draußen am Straßenrand stand ein Fernseher, hinter dem vielleicht 200 Zuschauer saßen, Kinder und Erwachsene, und unter lautstarker Anteilnahme einen Kungfu-Film guckten, dann ist er immer dort stehen geblieben, und wir konnten ihn nicht mehr wegkriegen. Trotz der brütenden Hitze und des Lärms. Dabei war der Mann zu dem Zeitpunkt von seiner Krankheit schwer angeschlagen.</p>
<p><strong>tip</strong> Herr Schlingensief ist fasziniert davon, wie man sich für einfache kulturelle Genüsse begeistern kann?<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Kéré</strong> Ja. Christoph sagt, Theater habe in Europa seinen Sinn verloren. In Europa seien die Leute so verwöhnt, alles müsse immer perfekt und perfekter sein, obwohl man eigentlich immer das ewig Gleiche wiederhole. Christoph möchte zum Beispiel eine Filmklasse in dieses Operndorf integrieren. Damit meint er, dass Kinder Flipchart-Kameras ausgehändigt bekommen sollen, bei denen man ihnen zwar erklärt, wie die Technik funktioniert und wie man es anstellt, einen Film zu schneiden. Aber man sagt ihnen nicht, wie die Filme inhaltlich geschnitten werden könnten. Die Kinder sollen nach eigenen Eingebungen Filme machen. Ohne Anleitung eines Europäers, eines Professors, der glaubt, in diesen Dingen Bescheid zu wissen. Das Festspielhaus könnte ein Podium sein, um unterschiedliche Kulturen zusammenzubringen. Das geht aber nur im Rahmen einer echten Partnerschaft, denn nur dann entsteht eine gegenseitige Befruchtung. Wenn man es so anstellt, dann können die Europäer meiner Meinung nach soviel nach Afrika kommen, wie sie wollen. Sie sollen hingehen, Schulen bauen, aber sie von den Menschen dort machen und bespielen lassen. Sie können Afrika anschubsen, inspirieren, aber sie müssen auch akzeptieren, wenn dabei etwas anderes herauskommt, als sie erwarten.</p>
<p><strong>tip</strong> Es gibt viele westliche Experten, die den Afrikanern gerne sagen, wo’s lang geht.</p>
<p><strong> Kéré</strong> Afrika wird in den Medien stets als bedürftig dargestellt, wobei der segensreiche Fortschritt dann aus dem Westen kommen soll. Leider ist dieses Bild bei vielen Afrikanern oft genauso fest zementiert wie bei den Weißen. Umso mehr empfinde ich es als Glück, anders handeln zu können. Ich bekomme viele Briefe von Afrikanern, von Studenten, die in Belgien, Finnland oder Frankreich leben, die von meiner Schule in Gando gehört haben und sich in ihren Doktorarbeiten nun auch mit angepasstem Bauen befassen. Oder von promovierten Leuten, die ebenfalls in ihrem Heimatland eine Schule bauen möchten. Die schreiben: „Wir sind stolz auf dich.“ Das beweist mir, dass es viele Leute gibt, die Veränderungen wollen. Aber es ist so schwer. Wir sind im Westen, wir können da nicht weg.</p>
<p><strong>tip</strong> Wieso können Sie nicht weg?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Wäre ich nicht nach Europa gekommen, hätte man mich und meine Arbeit gar nichtentdeckt. Auch Sie und ich hätten nicht miteinander gesprochen. Ich hätte nicht den geringsten Einfluss entwickeln können.</p>
<blockquote>
<p><em>»Die Europäer können Afrika anschubsen, inspirieren, aber sie müssen auch akzeptieren, wenn dabei etwas anderes herauskommt, als sie erwarten«<br />
(Diébédo Francis Kéré)<br />
</em></p></blockquote>
<p><strong><br />
tip</strong> Das heißt, das Schicksal ambitionierter Menschen wie Sie ist das Vagabundentum? Man lebt in Europa, um Geld zu beschaffen?</p>
<p><strong>Kéré</strong> … und Wissen. Geld und Wissen. Wir brauchen nicht viel Geld. Wir brauchen nur Mittel, um einfache Strukturen zu schaffen. Man kann Afrikanern mit diesen Strukturen die Chance geben, ihr Talent zu zeigen, etwa als Lehrer in einer Schule oder als Schüler dort.</p>
<p><strong> tip</strong> Werden die Leute, die das Festspielhaus bauen sollen, auch anständig bezahlt?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Unsere Projektkosten sind Arbeitskosten. Ich habe zum Beispiel ein inzwischen preisgekröntes Gymnasium im burkinischen Dano für 70.000 Euro gebaut. In diesem Geld waren nicht nur meine Flugkosten drin, es haben auch 30 Afrikaner ein Jahr lang Gehalt bezogen. Normalerweise müssten diese Leute dafür fünf oder sechs Jahre lang an die Elfenbeinküste oder nach Ghana auswandern. Warum kommen so viele Afrikaner auf so gefährlichen Wegen nach Europa? Die wollen etwas verdienen, um ihre Familien zu ernähren. Ziel von Entwicklungspolitik ist es ja auch, Einkommen zu schaffen.</p>
<p><strong>tip</strong> Die TU Berlin, wo Sie studiert haben, ist dafür bekannt, dass hier viele Ausländer aus sogenannten Entwicklungsländern studieren. Sie machen Abschlüsse etwa als Ingenieure oder Ökonomen. In den entsprechenden Chefetagen findet man sie bei uns nur selten. Wo sind diese Leute?</p>
<p><strong>Kéré</strong> Vielleicht wollen manche nach dem Studium gleich nach Hause? Vielleicht aber gibt es auch zu wenige Stellen in den gehobenen Positionen? Ich selber kenne leider auch nur wenige, die hier gute Positionen erreicht haben, und bin dankbar, dass ich an der TU Berlin eine Stelle als Assistent bekommen habe. Allerdings nur eine halbe Assistentenstelle ohne Tutoren. Die Uni lobt mich zwar sehr, meine Erkenntnisse sind ja in internationalen Architekturzeitschriften und anderen Publikationen veröffentlicht. Und der Trend hat gezeigt, dass nachhaltiges und angepasstes Bauen ein Teil der Antworten auf die anstehenden Herausforderungen liefert: Auf Klimaerwärmung, Ressourcenknappheit, Wirtschaftskrisen. Trotzdem frage ich mich manchmal, warum andere Leute mit vergleichbaren Leistungen, wie ich sie bringe, in anderen Ländern so viel weiter kommen. Dennoch ist diese Assistentenstelle für mich etwas Großartiges. In meinem Dorf war ich der Erste, der eine Schule besuchen durfte. Und jetzt lebe ich in Deutschland, bin Architekt, an der Uni, reise durch die ganze Welt und kann mich als Trendsetter bezeichnen. Für mich ist das so ähnlich wie für andere eine Landung auf dem Mond.</p>
<p><em>Interview: Eva Apraku / Aus: tip 03-10</em></p>
<p><strong><br />
<em>Zur Person:</em></strong></p>
<p><em>Diébédo Francis Kéré, Jahrgang 1965, wurde in dem burkinischen Dorf Gando geboren und besuchte die Schule in der Provinzhauptstadt Tenkodogo. 1985 kam Kéré nach Deutschland, wo er erst eine Ausbildung, dann das Abendgymnasium und schließlich ein Architekturstudium absolvierte. Kéré veröffentlicht regelmäßig in international erscheinenden Publikationen und hält weltweit Vorträge zu seinem Fachgebiet „Nachhaltiges und angepasstes Bauen“.</em></p>
<p><em> </em></p>
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		<title>»Von Afrika lernen, was wir nicht mehr können« (ZDF aspekte)</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 17:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Celina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Christoph Schlingensief und sein Architekt Diébédo Francis Kéré über ihr Operndorf-Projekt in Burkina Faso. aspekte, 22.01.2010, ZDF
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Christoph Schlingensief nennt ihn seine &#8220;Lebensversicherung&#8221; &#8211; ohne den Architekten Diébédo Francis Kéré hätte der Theaterregisseur sein Projekt &#8220;Festspielhaus in Afrika&#8221; nicht begonnen. Mittlerweile planen sie ein ganzes &#8220;Operndorf&#8221; in Kérés Heimatland Burkina Faso. Der Architekt und Schlingensief fahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Christoph Schlingensief und sein Architekt Diébédo Francis Kéré über ihr Operndorf-Projekt in Burkina Faso. aspekte, 22.01.2010, ZDF</strong></p>
<p><br /><img src="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/01/2010-01-22_aspekte_festspielhaus.jpg" alt="media" /><br />
<strong><br />
</strong></p>
<p>Christoph Schlingensief nennt ihn seine &#8220;Lebensversicherung&#8221; &#8211; ohne den Architekten Diébédo Francis Kéré hätte der Theaterregisseur sein Projekt &#8220;Festspielhaus in Afrika&#8221; nicht begonnen. Mittlerweile planen sie ein ganzes &#8220;Operndorf&#8221; in Kérés Heimatland Burkina Faso. Der Architekt und Schlingensief fahren in zwei Wochen zur Grundsteinlegung des &#8220;Festspielhauses Afrika&#8221; &#8211; Zentrum des Dorfes. Eine Oper, eine Schule, Musik- und Tanzräume sowie ein Krankenhaus werden neben Wohnhäusern dort entstehen. Insgesamt sind bisher eine Million Euro Spenden zusammengekommen. Henning Mankell, Herbert Grönemeyer und Roland Emmerich unterstützen Schlingensiefs Projekt mit jeweils 100.000 Euro.<span id="more-1332"></span><strong>aspekte</strong>: Wie sind Sie zu dem Projekt &#8220;Festspielhaus Afrika&#8221; gekommen, aus dem ja jetzt ein Operndorf-Projekt geworden ist? Wie kam es zu dieser Entwicklung?</p>
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<p><strong>Diébédo Francis Kéré</strong>: Als ich davon zum ersten Mal hörte, war ich sehr überrascht, ich hab gesagt &#8216;Hört auf mit der Spinnerei&#8217; und es gedanklich abgetan. Auf einer Konferenz in Südafrika habe ich dann Christoph Schlingensief kennen gelernt. Es folgten mehrere Gespräche, ich habe Christoph sehr lieb gewonnen &#8211; das ist ja Wahnsinn, was für eine Vision er hat. Diese Vorstellung, die in Europa zu Hause ist: &#8216;Die Oper als Institution&#8217; ist ja in vielen Kreisen auch etwas verpönt, da sie eigentlich nur für einige wenige Reiche bestimmt ist &#8211; ein Prestigeobjekt. Doch Christoph sprach von einem Kulturaustausch, von einem Zentrum, in dem Afrika sich darstellen kann. Da war ich der Meinung: Mensch, da muss man weiter drüber nachdenken.</div>
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<p>Und so fingen wir an, uns auszutauschen und darüber zu reden, Reisen nach Afrika zu unternehmen &#8211; bis wir den Platz für unser Projekt gefunden hatten: Laongo in Burkina Faso. Meine Begeisterung für das Projekt wurde immer größer, weil ich gesehen habe, dass Christoph die Idee hat, Oper dahin zurück zu bringen, wo ihr Ursprung liegt. Eine Protestbewegung also, aber auch eine soziale Begegnung, wo Arme und Reiche sich treffen. Afrika ist der Ort, an dem wirklich Bewegung da ist. Es wird eine Kultureinrichtung für alle Geschichten sein.</p></div>
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<p><strong>aspekte</strong>: Gab es auch Zweifel an dem Projekt? Was hat die Hochwasserkatastrophe im September 2009 an den Plänen verändert?</div>
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<p><strong>Kéré</strong>: Ja, natürlich gab es große Zweifel. Wie baut man so ein Haus? Wo fängt man an? Woher kommt das Geld? Aber Christoph kann ja mobilisieren, unglaublich kann der mobilisieren. Bei mir gab es die Zweifel, denn ich komme aus dem sozialen Bereich. Ich bin nach Deutschland gekommen, habe dort studiert und während ich studiert habe, habe ich ein Konzept entwickelt, wie ich meinen Leuten zuhause helfen kann. Ich habe angefangen, einfache Häuser zu bauen &#8211; aus dem Material, was vor Ort war. Und plötzlich soll es heißen: Er baut er eine Oper! Ich hatte natürlich Zweifel. Aber im Gespräch mit Christoph habe ich gemerkt, dass er jemanden finden wollte, der daraus was für die Menschen machen kann.</p>
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<p>Nach der Flut war ich mit unserem Bühnenbildner in Burkina Faso &#8211; und wir fanden den Ort nicht mehr, den Christoph und ich ausgewählt hatten, er war von der Flut weggespült worden. Da wurde klar: Von einer Oper konnte man nicht mehr reden, das wäre eine Beleidigung für die Menschen. Das wäre nicht mehr der richtige Zeitpunkt gewesen. Und Christoph hat auf unsere neuen Vorschläge sofort reagiert, er sagte: &#8216;Ja, Francis soll anfangen, Prototypen zu entwickeln &#8211; so billig wie möglich, ich werde etwas davon finanzieren, wir müssen schnell was für die Menschen machen. Jetzt ändern wir das Konzept und während wir bauen, lehren wir die Menschen, wie sie selber ihre Häuser bauen und so entwickelt sich was.&#8217;</p></div>
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<p><strong>aspekte</strong>: Was wird im Operndorf passieren?</p>
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<p><strong>Kéré</strong>: Zunächst wird eine Werkstatt entstehen, von der aus wir zusammen mit Menschen aus Burkina Faso das Ganze aufbauen. Wir werden dann einen Veranstaltungsort aufbauen, der Kern der Anlage. Dann entwickeln wir Wohnräume für Künstler, Umkleideräume und so weiter. Was auch wichtig ist: Es wird dort eine Schule mit einer Film- und einer Musikklasse geben. Das heißt, es gibt Schulungsangebote für die Kinder der anliegenden Dörfer. Außerdem wird eine Krankenstation gebaut, nicht nur für die Leute die dort arbeiten werden, sondern auch für die Umgebung.</div>
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<p><strong>aspekte</strong>: Welche Oper würden Sie am liebsten als allererste im fertigen Operndorf erklingen hören?</div>
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<p><strong>Kéré</strong>: Das ist eine große Frage. Das Allerschönste wäre, wenn Christoph Schlingensief die Frauen aus meinem Dorf einlädt, um dort zu singen. Alles, was dort passiert, soll Burkina Faso bereichern.</p>
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<p><strong>aspekte</strong>: Was ist Ihre Herangehensweise und das Besondere an Ihrer Architektur?</div>
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<p><strong>Kéré</strong>: Ich sage immer, dass es wichtig ist, an den Ort zu gehen, an dem ein Projekt umgesetzt wird und dort nachzufragen: Was erwarten und brauchen die Menschen? Der nächste Schritt ist, zu schauen, was vor Ort an Baustoffen vorhanden ist. Lehm ist ein Problem, es wird in Afrika als &#8220;Arme-Menschen-Baustoff&#8221; betrachtet und aus Erfahrung weiß man, dass ein Lehmbau die Regenzeit nicht überlebt. Nach langen Untersuchungen und Forschungen habe ich eine Methode entwickelt, den Lehm so anzumischen, dass er dem Regen standhält.</p>
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<p>Mein anderer Schwerpunkt ist es, Häuser zu bauen, die keine künstliche Klimatisierung brauchen, da die Strompreise in Afrika gemessen am Pro-Kopf-Einkommen die höchsten der Welt sind. Tagsüber sind es über 40 Grad in vielen Teilen Afrikas, da sind Belüftungssysteme in Häusern sehr wichtig. Abgesehen von dem Projekt mit Christoph Schlingensief habe ich vor allem ein Traumprojekt: ein Forschungszentrum, um Menschen in Afrika zu schulen und zusammen mit Studenten zu arbeiten. Dann können alle voneinander lernen.</p></div>
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<p><strong>aspekte</strong>: Wie sind Sie nach Deutschland gekommen?</div>
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<p><strong>Kéré</strong>: Mein Vater ist der Dorfhäuptling, also das traditionelle Oberhaupt meines Dorfes und ich bin sein erstgeborener Sohn. Aus diesem Grund bin ich der einzige aus unserem Dorf, der überhaupt die Schule besuchen durfte, dafür habe ich mein Dorf mit sieben Jahren verlassen. Später habe ich ein Stipendium von der Karl- Duisberg-Gesellschaft erhalten, so bin ich nach Deutschland gekommen, habe mein Abitur nachgeholt, um Architektur studieren zu dürfen.</p>
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<p><strong>aspekte</strong>: Christoph Schlingensief, erzählen Sie von der Zusammenarbeit mit Francis Kéré.</div>
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<p><strong>Christoph Schlingensief</strong>: Kéré ist der, der mir den Mut gibt, so ein Projekt zu machen. Eigentlich hat man ja nicht alle Tassen im Schrank, es geht eigentlich gar nicht. Aber er ist da geboren, hat da ein wunderbares Schulprojekt gemacht, was ich selber besichtigt habe. Er geht nicht nur hin und baut irgendwas mit einem Dach und einem kleinen Gärtchen, sondern er arbeitet an der Technik, der Belüftung und so weiter. Als ich ihn getroffen habe, haben wir uns bereits nach zehn Minuten schon sehr gut verstanden &#8211; und jetzt noch viel besser.</p>
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<p>Er ist der, der mir in die Seite haut und sagt &#8216;Sehr gut&#8217; oder &#8216;Was willste denn jetzt wieder hier?&#8217;. Das ist meine Lebensversicherung, sonst sagt man ja: &#8216;Jetzt fährt er dahin und will noch &#8216;ne gute Tat tun bevor er abkratzt.&#8217; Kéré ist der, der das Projekt immer wieder legalisiert, weil er da herkommt und weil er weiß, es lohnt sich und er tut es auch für sein Land. Da dabei zu sein ist, das größte Glück, das mir passieren konnte. Ohne ihn würde ich das nie machen.</p></div>
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<p><strong>aspekte</strong>: Welche Oper werden Sie aufführen?</div>
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<p><strong>Schlingensief</strong>: Die Oper heißt &#8216;Das Leben und nichts als das Leben&#8217;. Ich will kein Event fördern. Ich hab das Wort &#8216;Opernhaus&#8217; bewusst am Anfang gewählt, da sind sehr viel Leute drauf eingestiegen: der Krebspatient, der bald stirbt, will jetzt noch eine gute Zat tun. Fitzgeraldo, Kinski, was macht DER Irre jetzt? Das ist jetzt alles schon weg, jetzt ist das Operndorf da und das ist aus Aufrika, das heißt der Markenartikel wird letztenendes ein afrikanischer. Und langsam wird man auch gar nicht mehr vom Operndorf reden, vielleicht nur für die &#8216;erste Klasse&#8217; um Kontakt aufzunehmen, später wird man sich um den afrikanischen Begriff kümmern. Ich würde den Teufel tun und da Opern aufführen von Wagner, das reicht schon völlig in Bayreuth &#8211; man muss die Leute dort nicht damit quälen.</div>
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<p><strong>aspekte</strong>: Was kann der Zuschauer im Festspiel-Dorf erleben?</div>
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<p><strong>Schlingensief</strong>: Ärzte verschrieben im antiken Griechenland erkrankten Menschen das Hören der Chöre. Die Oper ist sowohl Musik als auch Heilung &#8211; als auch Leben, als auch die Polis. Es waren Schwerverbrecher in der Oper &#8211; und Könige. Wie so eine Mischung von vielem, so stelle ich mir unser Projekt vor. Man geht nicht hin, um ein Event zu erleben, sondern vielleicht kommt man hin und läuft in ein Krankenhaus, in dem gerade ein Kind zur Welt kommt. Dann geht man weiter und da sind Bienen am Baobab &#8211; am Affenbrotbaum &#8211; und erkennt: Das ist genau der Sound, den die Oper bräuchte, um lebendig zu werden. Ich glaube, dieser Ort ist ein Spiegel und eine Fläche, an der wir von Afrika lernen, was wir nicht mehr können, für die Zukunft aber brauchen.</div>
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<div><!-- end of artikel-container --> Eine Oper selber wird vielleicht in vier Jahren unser Thema sein, bis dahin wollen wir erst mal das Hören fördern, das Lernen am Menschen selber. Dann kann man sehen, ob man durch die Leute und Entwicklung vor Ort merkt: Jetzt können wir mit einem Kammerorchester beginnen, vielleicht wie in Offenbach. Ein Orchester mit 12 Leuten, vielleicht mit zwei Trommlern an Stelle der Pauke</div>
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<div><em>Interview: Felicitas Twickel</em> <!-- end of artikel --></div>
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<p><a href="http://aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/0,1872,8015052,00.html">http://aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/0,1872,8015052,00.html</a></p>
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		<title>3Sat Theatermagazin zum Operndorf Afrika</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 09:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Celina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><br /><img src="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/01/2010-01-12_3sat_foyer_h264.jpg" alt="media" /><br />
<strong></strong></p>
<p>Christoph Schlingensief hat im vergangenen Jahr mehrere Reisen nach Afrika unternommen, um nach einem Ort für ein Festspielhaus zu suchen und hat sich für Burkina Faso entschieden. Eine Schule mit Musik- und Filmklassen soll gebaut werden und ein Theater mit Probenräumen und Übernachtungsmöglichkeiten: ein Operndorf, wie Christoph Schlingensief es nennt, ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Prominente Unterstützer wie Henning Mankell, Roland Emmerich und Herbert Grönemeyer hat Schlingensief schon gefunden. Im Januar beginnt der Bau des ungewöhnlichen Operndorfes in Burkina Faso. FOYER mit einem Bericht zum Stand der Dinge.</p>
<p>Aus: FOYER &#8211; Das Theatermagazin, 12.1.2010, 22.25 Uhr, 3Sat</p>
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		<title>ZEIT Afrika-Feuilleton</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 22:52:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Celina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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Lesen Sie das ZEIT Feuilleton zum Operndorf Afrika als PDF-Dokument [Download]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="ZEIT Feuilleton 53/2009" href="http://www.schlingensief.com/downloads/zeit_feuilleton_532009_150dpi.pdf" target="_blank"><img class="alignnone size-large wp-image-1320" title="ZEIT Feuilleton 53/2009" src="http://www.festspielhaus-afrika.com/weblog/wp-content/uploads/2010/01/zeit_feuilleton_uebersicht-458x667.jpg" alt="" width="458" height="667" /></a></p>
<p>Lesen Sie das ZEIT Feuilleton zum Operndorf Afrika als PDF-Dokument [<strong><a title="ZEIT Feuilleton 53/2009" href="http://www.schlingensief.com/downloads/zeit_feuilleton_532009_150dpi.pdf     " target="_blank">Download</a></strong>]</p>
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